Bild: Blühende Bäume

Endoskopie

Eingebettet in die Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie (einschl. Arbeitsbereich Stoffwechselerkrankungen) bietet unsere Zentrale Endoskopie am Campus Mitte unter der Leitung von Herrn Dr. med. Christian Jürgensen alle erforderlichen Möglichkeiten in der umfassenden Diagnostik zystischer Pankreastumoren.

Insbesondere der endoskopische Ultraschall (EUS), auch Endosonographie genannt, spielt  bei der Beurteilung von zystischen Tumoren der Bauchspeicheldrüse eine wichtige Rolle.

Sie befinden sich hier:

Die Untersuchung

Für die Endosonographie ist es erforderlich ein spezielles Endoskop über Mund einzuführen. Es wird dann über die Speiseröhre in Magen und Zwölffingerdarm vorgeschoben. In diesem Endoskop wurde neben der normalen Videooptik ein Ultraschallkopf eingebaut, mit dem Organe untersucht werden können. Zu diesen gehört unter anderem die Bauchspeicheldrüse, die dem Magen und Zwölffingerdarm unmittelbar anliegt und so ohne störende Zwischenstrukturen untersucht werden kann. Die Untersuchung ist im Ablauf gut mit einer Gastroskopie, der sogenannten "Magenspiegelung" vergleichbar.  Der Patient muss nüchtern sein, darf also in den letzten Stunden keine Nahrung zu sich genommen haben. Die meisten Patienten lassen sich ein beruhigendes Medikament geben und "schlafen" bei der Untersuchung. 

Die Endosonographie hat bei der Aufarbeitung von zystischen Tumoren der Bauchspeicheldrüse zwei wichtige Funktionen, die mit den Stichworten "Zweitmeinung" und "Materialgewinnung durch Punktion" zusammengefasst werden können.

Zweitbeurteilung

Die Auflösung des endoskopischen Ultraschalls übertrifft alle Vergleichsverfahren. Jedoch ist die Endosonographie mit dem Aufwand und den Risiken einer endoskopischen Untersuchung verbunden. Aus diesem Grund wird er dann eingesetzt, wenn eine Voruntersuchung (äußerer Ultraschall, Computer-Tomographie (CT) oder Magnetresonanz-Tomographie (MRT)) bereits eine Veränderung gezeigt haben, die weiter eingegrenzt werden soll. Nicht jeder Tumor, und schon gar nicht jede zystische Veränderung der Bauchspeicheldrüse müssen operiert werden. Viele oftmals sehr kleine Veränderungen können durch den Endoultraschall so sicher beschrieben werden, dass im Weiteren ausschließlich eine Beobachtung erforderlich ist. Zur Beurteilung werden alle Facetten der modernen Endosonographie wie z.B. Farbduplex und Kontrastmittelultraschall eingesetzt.

Punktion

Wenn die Vordiagnostik den Verdacht auf einen zystischen Tumor bestätigt hat, kann auch eine Punktion erforderlich sein. Durch den kurzen Punktionsweg und die ständige Ultraschallkontrolle bietet der Endoultraschall ist das Risiko einer solchen Punktion gering. Eine Feinnadel wird in den Tumor vorgeschoben und Flüssigkeit, Zellen sowie kleine Gewebestückchen gewonnen. Das gewonnene Material kann helfen, operationspflichtige zystische Tumoren von solchen zu unterscheiden, die harmlos sind und beobachtet werden können.